Selbstfürsorge auch als Eltern

Kennst du das auch? Dein Alltag ist so voll mit Aufgaben und Dinge, die es zu erledigen gilt? Dein Sohn Max muss heute zum Fußball gefahren werden und Claudia muss zur Psychotherapie und dann muss noch der Haushalt gemacht werden und gleichzeitig noch ein leckeres Essen auf dem Tisch stehen, und das alles muss natürlich noch nach der Arbeit erledigt werden, wo du wieder ungeplant Überstunden machen musstest? Der ganze Tag ist so gut durchgeplant, dass heute alles klappen muss und dann hat das Fahrrad einen Platten, Max bekommt einen seiner filmreifen Wutausbrüche auf dem Weg zum Fußball und Claudia hat heute gar keine Lust auf die Psychotherapie. Am Ende stehst du da und du kommst zu spät zur Therapie, aufgrund des Streits redet Max nicht mehr mit dir (zum Fußball habt ihr es übrigens nicht mehr geschafft) und die kurze Zeit für dich, wird jetzt damit verbracht den Fahrrad Reifen zu flicken, damit morgen alles wieder von vorne losgehen kann.

Der ganze normale Familienwahnsinn

Unser Alltag ist manchmal so voll mit unseren ganzen To Dos auf der Arbeit, zuhause für die Familie und alles drum herum zu organisieren, dass dann meistens die Zeit für einen selbst auf der Strecke bleibt. Als Eltern versucht man seinen Alltag so zu strukturieren, dass es den Kindern gut geht, sie zu ihren Aktivitäten kommen und der Alltag einfach funktioniert und nicht im vollkommenen Chaos versinkt. Der Terminkalender quillt über oder man verliert im Handykalender zwischenzeitlich den Überblick, welche Farbe eigentlich was bedeutet. Hauptsache alles funktioniert!

Aber was bleibt dann meistens auf der Strecke? Wir selbst!

Aber damit ist heute Schluss! Zeit für uns zum erholen ist auch als Eltern erlaubt und definitiv auch möglich! Und nein, deine Kinder werden nicht für den Rest ihres Lebens einen Schaden haben, wenn Mama oder Papa mal ein bisschen Zeit für sich haben. Und deine Kinder sich dann auch mal ein bisschen alleine oder mit deinem Partner beziehungsweise deiner Partnerin beschäftigen.
Überall im Internet sind wir umgeben von Informationen, wie wir unsere Kinder erziehen sollen, was wir unbedingt beachten sollten und was wir auf gar keinen Fall machen sollten, denn ansonsten würden wir unser Kind für den Rest ihres Lebens schädigen. Aber ich sage euch, dass eure Kinder viel mehr aushalten können als ihr glaubt. Wir müssen nicht 24/7 wie ein Helikopter, um unser Kind herumschwirren, damit ihm bloß nichts passiert oder sie sich verletzen könnten. Und nein damit möchte meine ich jetzt nicht diese Helikopter-Eltern von denen wir schon öfter gehört haben. Ich möchte dir einfach nur die Erlaubnis geben, auch mal Zeit für dich zu nehmen zum Durchatmen und Energie tanken.

Wann hast du dich das letzte Mal mit deiner besten Freundin, deinem besten Freund getroffen?

Wann hast du das letzte Mal einfach einen Spaziergang gemacht, ohne irgendwo hin zu wollen?
Wann hast du mal wieder etwas neues ausprobiert oder ein altes Hobby von dir aufleben lassen?
Natürlich ist es manchmal schwer so etwas in den eigenen Alltag zu integrieren und manche Kinder brauchen mehr Zeit und Aufmerksamkeit als andere. Und wahrscheinlich machst du dir gerade Sorgen, dass dein Kind mit ADHS in der Zeit alleine etwas kaputt machen könnte oder etwas anderes passieren könnte. Und malst dir gerade ein paar deiner persönlichen Horrorszenarien im Kopf aus.

Ich möchte dich aber einfach auch daran erinnern, dass du viel besser auf dein Kind eingehen kannst, wenn es dir selber gut geht. Wenn du erholt bist und auch deine eigenen Interessen und Ideen verwirklichen kannst.

Wenn du nur noch von Termin zu Termin rennst ohne Zeit für Spontanität ist das auch nicht gut für dich und dein Kind. Und deinem Kind helfen wird das auf lange Sicht auch nicht, wenn Mama oder Papa krank werden von dem ganzen Stress.

Denn: Sobald es dir als Eltern gut geht, geht es deinem Kind auch gut!

Das kommt dir jetzt gerade vielleicht wie ein Spruch vor, der keine richtige Bedeutung hat. ABER es ist ganz wichtig zu verstehen, dass deine Kinder dir sehr nah stehen und natürlich genau merken, wenn du gestresst bist oder es dir gerade einfach nicht gut geht. Du bist ein Vorbild für deine Kinder. Dein Umgang mit Stress und Selbstfürsorge prägt auch den zukünftigen Umgang deiner Kinder mit diesem Thema.

Und denk vielleicht mal an die Zeiten, wo du entspannt und ausgeglichen bist: wie viel Streit habt ihr dann? Insbesondere im Vergleich zu den Zeiten voller Stress und Zeitdruck. Wie viel positive Erfahrungen habt ihr da noch zusammen? Und wie fühlen sich dann deine Kinder? Wie wirkt sich das auf deine Beziehung zu deinem Partner oder deiner Partnerin aus?

Wenn du dich jetzt gerade ein bisschen ertappt fühlst: keine Sorge, du bist nicht allein damit. Frag einfach mal bei deinen Freunden nach oder hinterlass einfach einen Kommentar hier unter diesem Artikel und erzähl mir von deinen Erfahrungen. Denn gemeinsam können wir uns unterstützen auf unserem Weg zu mehr Selbstfürsorge.

© 2024 Timo Therapiefuchs | 
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